Vertrauen – leicht gemacht

Kunst des Mitgehens

„Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser“

Wer kennt diesen Satz nicht. Und viele glauben daran.
Vor allem, schau mal in deinem beruflichen Umfeld nach. Mancher Vorgesetzter kontrolliert die Arbeit in seinem Team. Und dabei bestimmt er, wie eine Arbeit richtig gemacht wird. Also die Art und Weise und nicht unbedingt das Ergebnis.

Oder in deinem privaten Umfeld, z. B. bei der Kindererziehung, vor allem bei den Teenagern wird das sehr oft gemacht. Kontrolle wann der Teenager nach Hause kommt.

Im eigenen Bereich fragst du dich sicher auch manchmal: Habe ich das richtig gemacht? Oder hat es da einen Fehler drin?

Der Perfektionist lässt da herzlich grüssen. Er benutzt dazu die vielen Vorschriften, Hinweise, Schulungen, Regeln, Mangelgefühle.
Und der Zweifel macht jedes Selbstbewusstsein klein und verunsichert es.

Wo hast du denn das gelernt?

Das Selbstvertrauen ist dem Zweifel mit jeder Erfahrung gewichen, wo du einen Fehler gemacht hast und dieser Fehler verurteilt worden ist. Das kann in der Schule gewesen sein, im Elternhaus, bei den Kollegen.

Wie sollst du da dein Selbstvertrauen in deine Fähigkeiten und deine Autonomie stärken, wenn nur Kritik kommt: so ist es falsch wie du das tust!

Je mehr wir bei einer anderen Person ihre Handlung kritisieren, desto weniger respektieren wir ihre Art und Weise eine Aufgabe zu erledigen. Wir muten ihm nicht zu, dass er eine Lösung findet. Gilt auch für den eigenen inneren Kritiker. 

So entsteht Abhängigkeit von der Ansicht des Gegenübers.

Da bin ich ganz ehrlich, es hat mich einiges an Erfahrung in meiner damaligen Führungsfunktion gekostet, mein Team in seiner Selbständigkeit und Autonomie zu fördern und neue Ideen, Wege zuzulassen.

Dein Vertrauen kannst du fördern, weiter entwickeln, indem du:

  • deine Intuition umsetzt
  • deiner inneren Stimme zuhörst, sie wahrnimmst
  • deiner eigenen Wahrheit traust
  • dir die Entwicklung deiner Fähigkeiten, deiner Potentiale erlaubst und zulässt.
  • Du an dich glaubst

Dabei hilft dir dein ehrliches Fühlen.  Selbstvertrauen hat viel mit Selbstakzeptanz und Neugier zu tun.

Das bedeutet ganz konkret, dass du im Alltag die Anregungen der Anderen, ihre Zweifel, Vorschläge zu einer Situation anhörst. Dann entscheide, ob das dir entspricht oder nicht. Selbstvertrauen fördert auch deine Eigenverantwortung.

Vertrauen ist dich dem Fluss, den Wellen anvertrauen.

Deine Kraft spüren, dich tragen lassen ohne zu wissen, was genau geschieht. Und dabei auch riskieren, dass ein Fehler geschieht. Ein Fehler lässt dich wachsen.

Schau einem kleinen Kind zu, das gehen lernt. Es fällt, steht auf, lässt sich locken, ermuntern. Und es staunt und freut sich sehr, wenn es gehen kann. Mit der Zeit verliert es keinen Gedanken mehr daran, wie Gehen funktioniert, dass es schwierig war, das zu lernen.

Du hast sicher sehr viele Beispiele in deinem Leben, wo du dich erinnern kannst, wie es war, etwas selber zu erreichen, dir etwas Spezielles zuzutrauen.

Das wünsche ich dir in deinem Alltag, dass dich diese Erinnerungen darin bestärken, dass du so wie du etwas machen möchtest, es für dich richtig ist und du Erfolg damit hast.

Herzlich
Vanessa Gabor

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