Ansicht – Einsicht – Innensicht

Die persönliche Sicht

Die neue persönliche Sicht

„Aber, ich sehe es so, so ist es richtig!“
Sicher kennst du dieses Gefühl, etwas richtig zu betrachten und deshalb auch recht zu haben. Aus deiner Perspektive mag es stimmen. Wie sieht es aus einem anderen Blickwinkel aus?

Betrachte etwas in Ruhe, zum Beispiel das Bild dieses Blogs und beobachte dich dabei, was als erstes deinen Blick fesselt.

  • Nimmst du eher den Himmel war?
  • Zieht dich das Meer an?
  • Ist es die Palme mit den teilweise verdorrten Wedeln?
  • Was löst dieses Bild emotional bei dir aus?
  • Welche Erinnerungen, Erlebnisse, Gerüche; Empfindungen verbindest du damit?

Kannst du jetzt erkennen, wie ein Bild ganz unterschiedliche Aussagen haben kann?

Wenn du etwas betrachtest, hat das noch lange nicht für den Anderen die gleiche Aussage und Bedeutung. Wir wollen immer das Grosse sehen. Wie ist es mit den kleinen Dingen, dem Unscheinbaren? Welchen Stellenwert hat das für dich?

„Achte auf das Kleine in der Welt, das macht das Leben reicher und zufriedener.“

Diese Aussage von Carl Hilty beherbergt viel Weisheit.

Jedes Mal wenn ich wie jetzt im Frühling an den Gärten vorbei gehe und kleine Blüten wahrnehme, erfreut es mich. Diese Schönheit ist es, was mein Herz leise zum Klingen bringt und nährt. Das Grosse, Gewaltige rüttelt auf. Ist nicht manchmal eher das Kleine, Leise, das was dich im Innersten berührt?

So geht es auch mit den Visionen. Wir brauchen Visionen um wachsen zu können, um uns weiter zu bewegen, um zu leben, Neues zu erfahren. Eine indianische Weisheit meint dazu:

„Kein Mensch beginnt zu sein, bevor er seine Vision empfangen hat.“

Heute ist es eher schwierig, in Ruhe eine Vision zu bekommen, die nicht vom Mangel geprägt ist. Klar, es ist sehr wichtig, die persönlichen Wünsche zu haben, ebenso die Sehnsucht zu spüren. Nur, der Unterschied zwischen einem Herzwunsch und einem Mangelwunsch ist gross. Der Herzwunsch ist ein Wunsch, der als Ursprung die Liebe hat, der deine Seele erfüllt haben möchte.

Du machst dir ein Bild von deinem Traum. Das manifestierst du dann. Und manchmal bist du mit dem Ergebnis nicht zufrieden. „So habe ich es mir nicht vorgestellt!“ ist dein Ausruf. Wenn du aus dem Mangel manifestierst, erhältst du eher die Sicht auf deine Blockaden als die Sicht auf deine Freiheit. Du fragst dich, was du da wirklich unbewusst gewollt hast, was du aus alten Überzeugungen ausgesendet hast.

Manifestieren mit der Sicht der Freiheit und Gelassenheit ziehst du das in dein Leben, was dir und deinem jetzigen Weg entspricht und dient.

„Ich wünsche mir einen Partner / eine Partnerin, die mich wirklich liebt.“ Diesen Wunsch höre ich immer mal wieder.
Liebst du den Mann / die Frau als Ganzes wirklich so wie er / sie ist oder hast du da noch alte Vorstellungen, Erwartungen wie Mann / Frau in der Beziehung sein soll, sich verhalten soll, oder sogar dir erfüllen soll?

Vorstellungen, Erwartungen sind innere Sichtweisen und die sind geprägt vom Aussen, von der Kindheit, der Religion, der Gesellschaft, der Kultur, dem Mangel. Wichtig ist für dich zu erkennen, was dich deine nächste Umgebung als Kind gelehrt hat wie Beziehungen gestaltet werden, sie funktionieren, wie wertvoll diese sind.

Wie kommst du zu deiner ganz eigenen Sichtweise?
Fühle mit deinem Herzen, ist das, was du mit dem äusseren Auge wahrnimmst und mit deinem Gefühl verbindest, auch wirklich das, wie es dein Herz wahrnimmt und fühlt? Diese Sicht des Herzens gilt es immer mehr und mehr in deinen Alltag zu holen, sie anzuwenden.
Je mehr du mit dem Herzen schaust und weniger mit der vorgefassten Meinung, desto eher fühlt es sich richtig und friedlich an: Es ist deine Sicht, die du immer mehr und mehr einnimmst. Die Sicht des anderen darf sein, die ist zu akzeptieren. Nur, du musst diese Sicht nicht annehmen, nicht übernehmen, sondern einfach nur sehen, fühlen, wahrnehmen und achten, respektieren.
So kommst du immer mehr dazu, dein Gegenüber in seiner ganzen Art und Weise kennen zu lernen und dadurch zu verstehen.

Das hilft sehr dabei, die kleinen Macken im Alltag als das zu erkennen, was sie sind: kleine Macken, Eigenheiten. Durch die echte Akzeptanz werden sie dich in Zukunft auch nicht mehr so stören wie bis anhin.

Dir wünsche ich viele kleine und grössere Aussichten, Einsichten und Innensichten in deinem Leben.

Was sind deine Erfahrungen mit den verschiedensten Sichten der Situationen in deinem Alltag?
Wenn du gerne darüber berichten möchtest, schreibe deinen Kommentar.
Dir wünsche ich eine Zeit voller Staunen, wie die Welt sich dir aus den verschiedensten Blickwinkeln präsentiert.

Herzlich
Vanessa Gabor

2 Comments

  1. Vanessa
    16. Mai 2019

    Liebe Beatrice,
    danke für deinen Beitrag. Ja, eine Mutter darf eine andere Sicht haben als die anderen. Wie du so schön geschrieben hast, ist es wichtig, auf das Herz zu hören. Das ist die Einsicht, die jede Person weiter bringt.
    Ich wünsche dir weiterhin schöne und wenn notwendig donnernde Einsichten und Ansichten.
    Lieber Gruss Vanessa

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  2. Beatrice
    16. Mai 2019

    Mein Erlebnis lezte Woche zu Ansichten, Innensichten, Einsichten.
    Ein Gespräch am Sonntag morgen am Frühstückstisch. Und dann donnerts und krachts! Wir fetzen uns, vertragen uns wieder und machen weiter. – denn eigentlich haben wir uns gerne und möchten die Zeit friedlich miteinanderverbringen. Einsichtig nicht? Hatten dann auch einen schönen Tag.
    Ich denke darüber nach, warum es so abgelaufen ist, wer welche Ansichten vertreten hat, warum ich so reagiert habe und die anderen auf ihre Weise. Geholfen hat mir dabei vor allem auf mein Gefühl zu hören, ehrlich nach Innen zu schauen, auf’s Herz zu hören. Innensicht und akzeptieren der verschiedenen Reaktionen und Ansichten aller Beteiligten.
    Und dann die befreiende Erkenntnis für mich! ” Du bist eine Mutter, du darfst dir Sorgen machen!” Du darfst deine Meinung sagen und die anderen sollen damit umgehen lernen. Welch eine Befreiung! Übrigens habe ich das schon gesagt bekommen, es mir bis anhin aber nie erlaubt.

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